von jb am 23.02.2008 um 18:20 in Musik
The best way to write songs is a want to say something. It's a bit like sex, sometimes you don't know it's happened until it's finished. On this album I wanted to write certain character songs rather then songs of lost love or unrequited love or plain unnoticed love. There's more flair about things.” – Stephen Fretwell

Die Ansprüche, die sich Stephen Fretwell selbst gestellt hat, erfüllt er auf seinem neuen Album Man On The Roof mit Bravour. Und klingt dabei erfreulicherweise nicht wie der typische Britpop-Aufguss, sondern entwickelt eine Eigendynamik, die das Zuhören zu einem Vergnügen werden lässt. Denn Fretwell bietet ein Spektrum an Songs, das ständig wechselt und nie langweilig wird: Neben melodischen und auch melancholischen Songs (The Ground Beneath Your Feet, Scar) sind auch Lieder mit der gewissen Portion Humor dabei (William Shatner's Dog), die laut Fretwell auf jeden Fall notwendig ist:
They're all so miserable, aren't they, the songs?! I do like the idea of 'schadenfreud' though, the German idea of taking humour from other people's misfortunes. There's a lot of that in my writing.
Die Vielfalt des Albums liegt nicht zuletzt auch an der musikalischen Besetzung. Für Man On The Roof hat sich Fretwell hochkarätige Unterstützung geholt: Neben Dan Hickey (ehemaliger They Might Be Giants-Schlagzeuger) und Danny Weinkauf (They Might Be Giants-Bassist) hat er James Iha an seiner Seite, ehemaliger Gitarrist der Smashing Pumpkins. Herausgekommen ist ein wunderschünes Gitarrenpopalbum zwischen Death Cab for Cutie, James Blunt und Oasis, mal lauter, mal leiser. Reinhören lohnt sich.

Stephen Fretwell – William Shatner's Dog


Man On The Roof ist in Deutschland (noch) nicht erschienen, lässt sich aber problemlos über eBay oder Amazon erwerben. Wer letzteres anstrebt, sollte sich auf dem Amazon Marketplace umschauen, da gibt's Man On The Roof auch neu schon für 12€ statt des Importpreises von 22€.

Offizielle WebsiteMySpaceInterview auf Clash MusicInterview auf MusicOMH

Stephen Fretwell ist übrigens auch bei den Black Cab Sessions dabei.
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